Kopfloser Konsum am Black Friday

Weltweit werden jährlich mehr als 100 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Diese Zahl hatte sich zwischen den Jahren 2000 und 2015 bereits verdoppelt und soll sich bis 2030 erneut verdoppeln. Im Durchschnitt gibt jeder Deutsche pro Jahr ca. 780€ für Mode aus. Dabei kommen 90% der in Deutschland verkauften Kleidungstücke aus dem Ausland und die Mehrheit der Teile reist über weite Strecken aus Ländern wie China, Bangladesch oder Indien an.

Coco Malou Nachhaltige Spitzenunterwäsche

Fast Fashion isn’t free. Someone somewhere is always paying

Diese Zahlen zeigen: unser Konsumverhalten im Bereich Mode hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Mit dem Wandel zu Fast Fashion ist Kleidung von einem Gebrauchsgut, welches man lange Zeit verwendet, immer mehr zu einem Verbrauchsgut, welches man bereits nach kurzer Nutzungsdauer ausrangiert, geworden. Das Problem dabei ist jedoch, dass Kleidung, die günstig verkauft wird, in der Herstellung noch günstiger sein muss - Unternehmen wollen schließlich Gewinne erzielen. Die Auswirkungen hiervon bekommen vor allem jene zu spüren, die am Ende der Produktionskette arbeiten: die Arbeiter*innen in Textilfabriken, auf Äckern und Plantagen. So erhält eine ungelernte Näherin in Bangladesch einen Mindestlohn von umgerechnet 85€ pro Monat. Dafür arbeitet sie in Akkordarbeit, oft 14-16 Stunden pro Tag an sieben Tagen die Woche. Zudem leidet auch die Natur leidet - unter der Überbewirtschaftung und dem übermäßigen Einsatz von Chemikalien.

Die Preisschlachten am Black Friday machen den letzten Freitag des Novembers für viele Unternehmen zum umsatzreichsten Tag des Jahres. Es wird vermutet, dass der Tag daher seinen Namen hat: Unternehmen schreiben schwarze Zahlen, d.h. sie verzeichnen Gewinne. Wir fragen uns, wie viel Wertschätzung bringt man so der Arbeit der Menschen, die unsere Kleidung produzieren, entgegen? Ganz zu schweigen davon, was solche Produktionsmengen für Einflüsse auf die Umwelt haben? Die Antwort ist leider eine traurige.

Green Friday statt Black Friday

Wir sind für eine Revolution der Werte, die hinter einem solchen Tag des Konsums stehen. Daher gibt es bei Coco Malou ganz bewusst keine Black Friday Rabattaktionen. Wir verkaufen unsere Kollektion zu den gewohnt fairen Preisen. Zudem haben wir und viele weitere nachhaltige Unternehmen uns NIKIN angeschlossen, um stattdessen den Green November zu feiern. Gemeinsam spenden wir einen Teil unseres Umsatzes an TreePlantingProjects, die sich für die Aufforstung von heimischen Wäldern einsetzen. Wir von Coco Malou spenden 10% unseres Umsatzes am 26.11.2021.

Treat your clothes like the good friends they are

 

https://www.quarks.de/umwelt/kleidung-so-macht-sie-unsere-umwelt-kaputt/

https://www.bmz.de/de/entwicklungspolitik/textilwirtschaft