Material

Unterwäsche auf der Basis von Holz

 

BHs und Panties aus Tencel – glatt und nachhaltig.

Unterwäsche aus Holz? Naja, zumindest auf der Basis davon: Das Hauptmaterial, das wir bei allen Styles verwenden, ist Tencel. Diese wunderbare Cellulosefaser ist eine recht junge Erfindung der Firma Lenzing aus Österreich und startet gerade eine kleine Revolution in der Textilindustrie! Wir sind stolz, einer der wenigen Hersteller für Damenunterwäsche zu sein, die Tencel verwenden. Sie ist eine der weichsten Fasern auf dem Markt und gleichzeitig sehr nachhaltig. Tencel trägt auch den Spitznamen „vegane Seide“ und ist dabei saugfähiger und hygienischer als so ziemlich jeder synthetische Stoff. Ein echtes Wunderkind sozusagen und wir erklären dir, warum:

Umweltfreundlicher Rohstoff: Tencel kommt von Bäumen

Die Basis für die Faser ist nachhaltig angebautes Holz. Das Tolle daran: es wächst sehr schnell und benötigt keine zusätzliche Bewässerung, keine Pestizide, Fungizide, Düngemittel usw. wie z.B. herkömmliche Baumwolle. Das Holz kommt von Bäumen aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das heißt, dass die Wälder ökologisch und sozial bewirtschaftet werden. Das Land für den Anbau kann landwirtschaftlich nicht anders genutzt werden, während Baumwolle landwirtschaftliche Nutzfläche benötigt und so mit dem Nahrungsmittelanbau konkurriert. Auch der Verbrauch von Wasser ist bei Tencel signifikant niedriger als bei Baumwolle.* Bei einem Coco Malou Slip sparst du dadurch ca. 50 Liter Wasser als bei dem gleichen Slip aus Baumwolle!

Herstellung von Tencel

Die Faserherstellung selbst ist aufgrund des geschlossenen Kreislaufes besonders umweltfreundlich und wurde von der Europäischen Union sogar mit dem „European Award for the Environment“ ausgezeichnet (woah!). Etwas vereinfacht ausgedrückt läuft das Ganze so ab: erst wird das Holz in Stückchen zerkleinert und in Wasser und Lösemittel eingeweicht, um die Cellulose herauszulösen. Dann wird das Wasser wieder entfernt und die hinterbliebene Masse wird durch Spinndüsen gepresst, um eine Art Garn zu spinnen, welches dann zu einem Stoff gestrickt werden kann. Der Produktionsprozess basiert auf einem geschlossenen Herstellungsprozess. Das verwendete Lösungsmittel wird fast zu 100 % im Kreis geführt – im Gegensatz zu herkömmlichem Cellulosefasern wie z.B. Viskose, bei denen viele giftige Stoffe eingesetzt werden müssen. Bei Tencel hingegen wird über 99% des Lösemittels wiederverwendet und der itsy-bitsy Rest wird dann in Kläranlagen abgebaut. Wir haben also eine ultraweiche und ökologische Faser, die auch noch super Eigenschaften hat. Love!

Immer schön frisch: Tencel lässt die Haut atmen und transportiert Feuchtigkeit ab

Großer Bonus: Bei Tencel verhindert die Bildung von Bakterien schon im Ansatz, denn entstehende Feuchtigkeit, z.B. durch Schwitzen, wird sofort abtransportiert. Man kennt das ja: Bei großer Hitze meldet sich dein Körper und möchte Abhilfe schaffen, indem er dich schwitzen lässt. Auf der Tencel-Faser entsteht aber dann -im Gegensatz zu anderen Fasern- kein unangenehmer Feuchtigkeitsfilm, welcher die Grundlage für Bakterienbildung ist. Bei Synthesefasern wie Polyester oder Polyamid (woraus herkömmliche Wäsche häufig gemacht ist) hingegen steigt die Anzahl der Bakterien aufgrund der Feuchtigkeit bis auf das 2.000-fache an.** Ein Test von Lenzing beweist, dass das Wachstum von Bakterien bei Tencel deutlich reduziert ist. Die Feuchtigkeitsaufnahme läuft und wir feiern ein optimales Hautklima. Schön, oder?

Noch mehr Infos zu Tencel, dessen Eigenschaften und Herstellungsverfahren kannst du auch auf der Lenzing Website lesen.


* Lebenszyklusanalyse von Lenzing Fasern: M. Patel, L. Shen, Universität Utrecht, Niederlande, 2008
**Laborstudie zum Bakterienwachstum auf Textilien: B. Redl, Medizinuniversität Innsbruck, Österreich, 2004